Zu Guttenberg: „Wir werden das blonde Glück noch weitere vier Jahre haben“

Karl-Theodor zu Guttenberg beleuchtet im schlagfertigen Dialog mit Kai Diekmann das Verhältnis Europas zu den USA ein Jahr vor der Wahl.

Von Alina Jud und Tamara Esaltato

„Es läuft einiges schief.“ Mit diesen Worten eröffnete Karl-Theodor zu Guttenberg, der übrigens die österreichische Staatsbürgerschaft hat, in Lech am Arlberg das Gespräch mit seinem optischen „Zwilling“ Kai Diekmann (CEO von Storymachine und ehemaliger Bild- Chefredakteur). Nach mehreren Jahren USA teilte der ehemalige deutsche Verteidigungsminister beim Europäischen Mediengipfel seine Meinung zur anti-amerikanischen Haltung von Europa, den außenpolitischen Beziehungen und die Einschätzung zu den US-Wahlen in einem Jahr.

US-Präsident Donald Trump sei auf dem Weg in seine zweite Amtszeit. Auch wenn es für die Europäer schwer nachvollziehbar sei, scheine das Prinzip America First erfolgreich zu sein. „Trump hat ein Modell zum Erfolg geführt, das in aller Augen ausgeschlossen war. Er schafft es, seine Position zu festigen, indem er den politischen Skandal neu definiert hat“, erklärte zu Guttenberg. „Trump hat den politischen Skandal durch Inflation entwertet.“

Außerdem unterstrich zu Guttenberg die radikale Umsetzung Trumps, obwohl er den amtierenden Präsidenten bezüglich der Außenpolitik als einen „relativen Fachidioten“ bezeichnete. Einen, „dem es an Bildungsgrundlage fehlt, um Konsequenzen und Zusammenhänge zu sehen.“ Dennoch: Trump lasse Worten Taten folgen – sei es handelspolitisch im Kräftemessen mit China oder in der Migrationsfrage zu Lateinamerika. Trump sei proaktiv oder in den Worten zu Guttenbergs: „he delivers“. Eine Zukunftsprognose zur Präsidentschaftswahl gab zu Guttenberg mit einer simplen Aussage: „Wir werden das blonde Glück noch weitere vier Jahre haben.“

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