Föderl-Schmidt: „Europa macht sich im Nahen Osten viel zu klein“

Außenpolitik-Experten diskutierten beim europäischen Mediengipfel über radikale Entwicklungen und alte Feindbilder im neuen Europa und der Welt.

Von Soraya Pechtl und Roderick Martin

Europas Rolle in Israel, Frankreichs Politik in Russland und der mangelnde Druck Europas auf China – das waren einige Themen bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Die zerrissene Welt“ beim 13. europäischen Mediengipfel in Lech. Kernsatz von Alexandra Föderl-Schmidt, Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung in Israel: „Europa macht sich im Nahen Osten viel zu klein und könnte, angesichts dieses Rambo-Typen im Weißen Haus, eine viel stärkere Rolle spielen, tut es aber nicht.“

Mit Föderl-Schmidt diskutierten der Vizepräsident des europäischen Parlaments Othmar Karas, die russische Journalistin Anna Rose und die chinesische Journalistin Qian Sun am Donnerstagabend über die „radikale Entwicklungen und alte Feindbilder im neuen Europa und der Welt“.

Alexandra Föderl-Schmidt

 

„Europa macht sich im Nahen Osten viel zu klein und könnte, angesichts dieses Rambo-Typen im Weißen Haus, eine viel stärkere Rolle spielen, tut es aber nicht.“

Alexandra Föderl-Schmidt kritisierte die Nah-Ost-Politik Europas.

 

Othmar Karas

 

„Die innenpolitischen Probleme der Mitgliedsstaaten bestimmen immer mehr die politische Agenda der Europäischen Union.“

Othmar Karas fokussierte erwartungsgemäß auf die EU.

 

Qian Sun

 

„Deutschland hat zu der Situation in Hongkong nicht viel gesagt und das bringt China einen Vorteil.“

Qian Sun, China Korrespondentin in Berlin kritisierte Deutschland.

 

Anna Rose

 

„Im Moment wird jede Annäherung à la Macron in Russland als Schwäche des Westens empfunden.“

Anna Rose, Russland Korrespondentin in Berlin über die heiklen Ost-West-Beziehungen.

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