Die Live-Sendung im Luxus-Chalet

Kabelrollen, Kameras, Scheinwerfer und viele Techniker: Das Hotel Aurelio in Lech am Arlberg unterzieht sich einer ungewohnten Verwandlung. Inmitten von Bergen, Tannen und Schneeflocken laufen die Vorbereitungen für die ORF-III-Spezialsendung Runde der ChefredakteurInnen”. Ein Blick hinter die Kulissen. 

von Alina Jud und Tamara Esaltato

„Hier ist nichts darauf ausgerichtet eine Fernsehsendung zu machen”, sagt ORF III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher. Sie steht in der Stube im Luxus-Chalet des Hotels Aurelio in Lech (Vorarlberg). Hier findet am Eröffnungsabend des 13. Europäischen Mediengipfels eine Live-Sendung statt. Schon am Vormittag ist viel los: Lastwagen und Busse bringen Material, viele Techniker sind damit beschäftigt, die Location fernsehtauglich zu machen. „Im Studio hat man immer die gleichen Voraussetzungen, da weiß man ganz genau, es funktioniert alles am Schnürchen. Hier ist es wie im Labor”, erklärt Thurnher. Es gäbe Störfaktoren wie den Spiegel, in dem sich das Abbild des Kameramanns reflektieren würde.

Auch platztechnisch muss man sich Gedanken machen. Eine der Fragen lautet: Soll man einen runden oder einen eckigen Tisch verwenden? Ein Tischtuch? Welche Farbe? Die ungewöhnliche Location stellt das ganze Team vor große Herausforderungen. Die Lichtverhältnisse werden analysiert und die Beleuchtung entsprechend angepasst. Es sind noch neun Stunden bis zur Liveschaltung und es müssen noch verschiedene Dinge ausprobiert, besprochen und entschieden werden. 

Anlässlich des Mediengipfels sind viele ChefredakteurInnen in Lech, was Ingrid Thurnher dazu bewogen hat, die Sendung live aus Vorarlberg zu übertragen. ORF III strahlt einmal monatlich die “Runde der ChefredakteurInnen” aus, die seit 2017 von ihr moderiert wird. Die heutige Sendung ist speziell. „Dadurch, dass man hier auf 1.400 Meter Seehöhe ist, kriegt man vielleicht auch einen größeren Blick auf die Geschehnisse – obwohl es ein kleines Bergdorf ist”, meint Thurnher. 

Luxus von oben bis unten

Die Stube für den heutigen Talk ist zwar die Hauptkulisse und das Herzstück des Chalets, doch die Unterkunft bietet noch mehr Vorzüge. Nebst einer Bibliothek umfasst sie acht Schlafzimmer, davon sechs Doppelzimmer und zwei Suiten, eine Bibliothek und ein Kino. Wenn man in das Untergeschoß hinabsteigt, tritt man in den hauseigenen Spa mit Sauna, Dampfbad, Massageraum und Pool. „Und hier ist der weiße Gang, mit dem man vom Hotel ins Chalet kommt”, erklärt PR-Managerin Claudia Epp den unterirdische Tunnel auf der Besichtigungstour. Er stellt einen Stilbruch dar, den man auf dem Weg von der modernen Eisgrotte in das mit Naturholz bestückte Chalet durchläuft.

Im ganzen Haus und rund um die Uhr steht den Gästen ein Butler zur Verfügung. Das Fünfsterne-Superior-Chalet lässt keine Wünsche offen. Und das hat seinen Preis. Stolze 20.000 bis 40.000 Euro kostet die Nacht, je nach Saison. An diesem Abend hat sich der ORF eingemietet. Ingrid Thurnher hat nur einen Wunsch: „Wir hoffen, dass es schneit, das wäre dann eine besondere Sache. Da schneit es dann auf die Kameralinse”, sagt sie. 

Die Stube am Vormittag im Aufbau
Die Stube als Fernsehstudio
Der „Weiße Gang“
Der Hotel-Pool im Keller ©Hotel Aurelio
Der improvisierte Regie-Raum
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