Die ökonomische Vermessung der Welt

Verhaltensökonom Matthias Sutter über die Bedeutung der individuellen Präferenzen der Menschen für die Wirtschaft

Von Rebecca Wirbel und Theresa Puchegger

Über die „ökonomische Vermessung der Welt“ sprach Verhaltensökonom Matthias Sutter beim Kamingespräch des 12. Mediengipfels in Lech am Freitag in lockerer und gemütlicher Atmosphäre. Bei einer angeregten Diskussion mit den Teilnehmern des Europäischen Stipendienprogramms strich er die Bedeutung der individuellen – quasi maßgeschneiderten – Präferenzen der Menschen für die Ökonomie hervor.

Vor allem die drei Ebenen Zeitpräferenz, Risikofreude und soziale Präferenz beeinflussen dem Experten zufolge die Wirtschaft. Mit Zeitpräferenz ist vor allem Geduld und „Bedürfnisaufschub“ gemeint. Soziale Präferenz bedeute zum Beispiel das Vertrauen in andere Menschen und die Handlungen, die sich daraus ableiten.

Bildungs- und Investitionsbereitschaft sind laut Sutter generell zwei der wichtigsten Faktoren für ökonomischen Erfolg. Diese seien allerdings in der EU sehr unterschiedlich ausgeprägt. Mehr Bildung wünscht er sich nicht nur für Europa, sondern für die gesamte Weltbevölkerung. Und wäre Sutter der „Herrscher der Welt“, dann würde er vor allem soziale Normen und Vertrauen fördern.

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