Ein Blick hinter die Kulissen: Mediengipfel 2018 Tag 1

Eindrücke aus der Medienakademie 

Hektisch werden Stühle geradegerückt und letzte Absprachen gemacht. Meine Kollegen speichern die produzierten Beiträge, planen die ersten Veröffentlichungen und schlagen ihre Notizbücher auf. Auch ich merke meine Aufregung langsam. Dann geht es nach intensiver Vorbereitung endlich los. Georg Pfeifer und Huberta Heinzel, zwei Beamte vom EU-Parlament, betreten den „Newsroom“ im traditionellen Hotel Post. So startet für mich der 12. europäische Mediengipfel 2018 zum Thema „Europa und die neue Weltpolitik – Zwischen Protektionismus, Populismus und Provokation.“

von Rebecca Wirbel

Auf das Erlebnis Mediengipfel 2018 freue ich mich schon seit Wochen. Nicht nur, weil mich das internationale Thema besonders anspricht, sondern auch weil es hier gelebt wird. Referenten kommen aus den verschiedensten Nationen angereist. Heute hören wir zum Beispiel eine palästinensische Friedensaktivistin aus Bethlehem. Und auch unser Team der Medienakademie bringt junge Nachwuchsjournalisten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zusammen.

International wie diesen Gipfel wünsche ich mir auch Europa. Ich habe mich viel mit dem Titel befasst, unter welchem der 12. Mediengipfel steht: Protektionismus, Populismus und Provokation im Rahmen der neuen Weltpolitik. Neu ist für Europa in letzter Zeit vieles. Die Unsicherheiten aussen herum fördern rechtpopulistische Parteien, was mich gerade bei so einem internationalen Gipfel nachdenklich macht. Ich schätze unsere offenen Grenzen, gemischten Kulturen und unzähligen Möglichkeiten.

Tiefe Wahlbeteiligungen wie beim Brexit verstehe ich nur schwer. Es beunruhigt mich, dass nicht genug jungen Menschen in unserem Europa für mehr Zusammenhalt streben. Und nicht stolz sind, sich zu so einem vorteilhaften Zusammenschluss wie der EU zählen zu dürfen. Genau deshalb nehmen wir unseren Auftrag am Mediengipfel sehr ernst. Zwischen dem Bewusstsein für Europa der Mitgliedsstaaten und der Bevölkerung liegen immer noch grosse Diskrepanzen. Mit den Beiträgen während des Gipfels können wir unser wichtigstes Werkzeug nutzen: Information vermitteln. Besonders gespannt bin ich in diesem Rahmen auf das Panel zum Brexit am Samstag und wie die weiteren Beiträge Europa und die neue Weltpolitik im internationalen Rahmen einordnen.

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